Podcast

  • Freiheit – Befreie sich wer kann

    Was bedeutet Freiheit heute? In einer Welt voller Wahlmöglichkeiten, sozialer Konventionen und moralischer Überkorrektheit scheint echte Freiheit immer schwerer greifbar. Ist Freiheit ein nostalgisches Ideal, das in Likes, Shitstorms und Normvorgaben untergeht?

    In der ersten Folge von Geistesinterpretationen spreche ich mit Andreas Kreutzer – Marktexperte, Autor und kritischer Geist über persönliche, gesellschaftliche und politische Freiheit. Wir diskutieren Cancel Culture, Anpassung, Normen, Verantwortung und Selbstbestimmung und erkunden die alltäglichen Zumutungen des Frei-Seins – zwischen Philosophie, Alltag und Zeitgeist.

  • Fürchtet euch nicht – Angst hat kein Geschlecht

    Zuverlässig wie Montagsgefühle begleitet uns die Angst durch Beziehungen, Karrieren und unsere inneren Monologe. Und auch wenn sie sich heute anders tarnt – als Selbstoptimierungsdruck, Bindungsangst oder Furcht vor Bewertung – bleibt sie eines: zutiefst menschlich.

    In dieser Folge sprechen wir über Angst im privaten wie beruflichen Kontext: über ihre Ursachen, ihre Nebenwirkungen und ihre oft übersehenen Chancen. Zu Gast: Karin Brauneis-Ryan – eine echte Granate derFinanzwelt, die nicht nur Zahlen jongliert, sondern auch Gedanken tanzen lässt.

  • Moral kennt keine Paragraphen

    Was ist moralisch richtig – und wer legt das eigentlich fest? In dieser Folge von Geistesinterpretationen – Moral kennt keine Paragraphen, tauchen wir mit Anwalt Christoph Urbanek tief in die Grauzonen zwischen Gesetz und Gewissen ein.

    Wir fragen, ob Moral universell ist oder Ergebnis kultureller Prägung, und diskutieren Themen von Todesstrafe bis zu den kleinen, aber entscheidenden Alltagsentscheidungen. Ein provokantes, philosophisches Gespräch über Recht, Moral, Gerechtigkeit – und die feine Grenze, an der Paragraphen auf persönliches Gewissen treffen.

  • Wortohnmacht – Was Buchstaben uns antun

    Was bedeutet Sprache heute – zwischen starren Strukturen, gesellschaftlichen Erwartungen und ständigen Normen? Kann sie uns noch wirklich bewegen, oder ist sie längst ein Werkzeug der Macht, das uns steuert, statt uns zu befreien? Schweigen? Vielleicht die radikalste Form von Kommunikation, lauter als jedes Wort.

    In dieser Folge philosophiere ich mit Christian Zillner – Maler, Dichter, Wortschöpfer – über die Macht der Sprache, ihre Fallen und ihre magische Fähigkeit, Welten zu erschaffen und zu zerstören.

  • Lustvoll leben: Zwischen Dopamin und Disziplin

    Kann man lustvoll leben, ohne zu verzichten? Genuss macht das Leben intensiver – ein Moment, in dem Zeit und Bewusstsein verschmelzen. Bevor ein Rausch überhaupt entsteht, gibt es etwas viel Zarteres: den Genuss. Dieser flüchtige Augenblick lässt das Leben dichter wirken, als hätte jemand heimlich die Sättigung hochgedreht. Genuss ist eine kleine Kunstform: bewusst, freiwillig, begrenzt.

    Im Gespräch mit Gabriele Fischer – Ärztin und Leiterin der Suchtforschung an der Medizinischen Universität in Wien – philosophieren wir über die Kunst des lustvollen Lebens und über die feinen Grenzen zwischen Genuss und Sucht

  • Besinnlichkeit – Dekoration statt Reflexion?

    Warum macht uns Stille heute Angst? Besinnlichkeit wird heute gefeiert – aber kaum gelebt. In einer Welt voller Lärm, Beschleunigung und Ablenkung wirkt Stille verdächtig: zu langsam, zu ehrlich, zu nah an uns selbst. Dabei ist Besinnlichkeit kein saisonaler Wohlfühlmoment, sondern ein radikaler Akt des Innehaltens.

    In dieser Episode spreche ich mit Dompfarrer Toni Faber darüber, warum wir Stille meiden, obwohl wir sie dringend brauchen – und was Besinnlichkeit jenseits von Kerzenschein, Konsum und Adventromantik bedeuten kann.

  • Adel heute – Titel ohne Mittel?

    Noch immer verbinden wir Adel mit Sissi – Kaiserin von Österreich und Franz Joseph I.: mit Tragik, Schönheit und großen Gefühlen. Diese Bilder verdecken jedoch, dass Adel ursprünglich Verwaltung, Entscheidung und Verantwortung bedeutete – nicht Bewunderung.

    Gemeinsam mit Georg Aichelburg, dessen Familie bereits 1506 in den Adelsstand erhoben wurde, spreche ich darüber, was Adel einmal war, was von ihm geblieben ist und ob moderner Adel heute oft mehr Markenpflege als Haltung darstellt.

  • Der Reiz des Augenblicks – Jetzt oder nie

    Ist er bloß eine messbare Sekunde auf der Uhr – oder jener existentielle Verdichtungspunkt, in dem sich Biografie formt, Entscheidung geschieht und Bedeutung entsteht?

    In dieser Episode des Philosophie-Podcasts Geistesinterpretationen spreche ich mit Werner Jambor – österreichischer Filmschaffender, Fotograf und Publizist – über die Macht des Moments im Spannungsfeld von Zufall, Freiheit und Fügung.

  • Haben oder Sein – Zwischen Besitz und Erfüllung

    Ein Gespräch mit Andreas Kreutzer, warum Besitz längst mehr ist als materielle Güter, wie Social Media unser Selbstbild und unseren Status verstärkt, weshalb Wissen nicht gleich Erkenntnis ist, und warum echte Erfüllung oft dort beginnt, wo Kontrolle und Anhäufung enden.

    Zwischen philosophischen Gedanken, gesellschaftlicher Analyse und persönlichen Perspektiven entsteht ein Dialog, der zum Hinterfragen einlädt: Leben wir – oder sammeln wir nur?

  • Sexualität: zwischen Körper, Scham und Ekstase

    Warum beeinflusst Sexualität unsere Lebensqualität stärker, als wir denken? Welche Rolle spielen Prägung, Gesellschaft und unbewusste Muster für Begehren und Partnerschaft? Und wie kann erfüllte Intimität zur Ressource für Körper und Psyche werden?

    Ein Gespräch mit Mediziner Oliver Yamuti. Eine tiefgehende Folge über Sexualität, mentale Gesundheit, Beziehungen und den Weg zu mehr Bewusstsein und Lebensqualität.